Landespsychiatrieberichterstattung (N-PBE)

Die Landespsychiatrieberichterstattung Niedersachsen (N-PBE) wurde seit 2007 von der Geschäftsstelle des Landesfachbeirats Psychiatrie (LFBPN) schrittweise aufgebaut [1].Sie umfasst neben Daten zur Arbeit der Sozialpsychiatrischen Dienste (SpDi) auch Platz- bzw. Personalkapazitäten einiger Angebote zur Behandlung und Betreuung psychisch erkrankter Menschen. Der Datensatz lässt sich problemlos um weitere Angebotsformen ergänzen, sobald entsprechende Angaben zur Verfügung stehen. Neben zentralen Eingaben werden folgende Daten von den SpDi abgefragt:

  • Angaben zum Formular der Dokumentationsempfehlungen des LFBPN, einerseits zur Arbeit des SpDi, andererseits zur Arbeit im Sozialpsychiatrischen Verbund (SpV) der betreffenden Gebietskörperschaft,
  • Angaben zu den Datenblättern 28-30 des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA) zur Jahresberichterstattung der unteren Gesundheitsbehörden,
  • Anzahl der am Ende des Berichtsjahres belegten Plätze im ambulant betreuten Wohnen für seelisch behinderte und suchtkranke Menschen nach SGB XII.

 

Um die Eingabe und Auswertung der Daten zur N-PBE zu erleichtern, wurden im Auftrag des Niedersächsischen Sozialministeriums (MS) entsprechende Module für das Sozialpsychiatrische Informationsmanagement  (SIM) entwickelt [2].Damit soll die kommunale und landesweite Psychiatrieplanung unterstützt werden. Die Daten werden grundsätzlich auf der Ebene der Landkreise bzw. kreisfreien Städte ausgewertet. Eine zusammenfassende Gruppierung der Ergebnisse ist nicht nur auf der Ebene der ehemaligen Regierungsbezirke möglich. Durch Einbezug von demografischen Daten können die Kennzahlen zu den einzelnen Angebotsformen auch nach sozialstrukturellen Merkmalen der Kommunen ausgewertet werden.

 

Mit einer jährlich zu aktualisierenden persönlichen Zugangsberechtigung kann jeder SpDi nicht nur die von ihm erfragten Daten in das Programm eingeben, sondern jeweils für seine Kommune auch Auswertungstabellen erstellen. Sie enthalten die Ergebnisse zu den ausgewählten Kennzahlen und zusätzlich den Vergleich mit den entsprechenden Durchschnittswerten aller Kommunen auf der Bezirks- und Landesebene. Die Auswertungsergebnisse werden den Leitungen der SpDi auf der jährlichen Dienstbesprechung des Sozialministeriums (MS) als deren Aufsichtsbehörde vorgestellt und in einem Ergebnistelegramm mit Tabellenanhang zusammengefasst. Außerdem wird im Jahrbuch „Psychiatrie in Niedersachsen“ ein Auswertungsbericht veröffentlicht, ebenfalls mit einem Tabellenanhang.


[1] Elgeti H (2011): Auf dem Weg zu einem sozialpsychiatrischen Qualitätsmanagement. In: Elgeti H (Hg.): Psychiatrie in Niedersachsen – Jahrbuch 2011. Bonn: Psychiatrie-Verlag; 153-164

[2] Bott OJ, Elgeti H, Schmidt S (2015): Entwicklung eines Sozialpsychiatrischen Informationsmanagements für Niedersachsen 2010 bis 2015. In: Elgeti H, Ziegenbein M (Hg.): Psychiatrie in Niedersachsen – Band 7. Köln: Psychiatrie-Verlag; S. 202-215